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Saisonabschluss am Gardasee

 (©Copyright by T. Brand 2002) 

Der Entschluss stand schnell fest. Da Petrus für den Chiemgau nur Schnürlregen vorhergesagt hat, laden wir die Bikes auf den Hänger und machen uns auf an den 400 km entfernten Gardasee. Dort wollen wir die Saison 2002 bei blauen Himmel und lauen 20°C beenden.  

Es ist Sonntag, der 06.10.2002 und wir verlassen bei Regen und kühlen 8°C den Chiemgau und fahren über den Brenner in Goethes geliebtes Land. Lange Autoschlangen stehen auf der Gegenseite, anscheinend waren über das verlängerte Wochenende alle Deutschen in Berlin ( Tag der Einheit ) oder hier in Italien. Der Stau reicht zurück bis nach Bozen und wir sind froh, erst wieder in einer Woche nach Hause zu müssen. 
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Nach gut 4 Stunden erreichen wir schließlich unser Albergo in Garda. Das preisgünstige Hotel Lory dient uns als Basislager für unsere Unternehmungen in den nächsten Tagen. Freundlich werden wir von Angela und ihrer Familie begrüsst. 

Schnell sind die zwei Yamsen abgeladen und unsere Sachen im Zimmer verstaut. Wir wollen noch die dem Gardasee zugewandte Seite des Monte-Baldo-Massivs erkunden. Von Garda aus führt die Strasse nach Castione und weiter über Lumini nach Prada, um von dort aus wieder über irrsinnig viele Tornantis nach Castello di Brenzone den Gardasee zu erreichen. Eine tolle Strecke, um sich für die morgen anstehende Monte-Baldo-Tour vorzubereiten. 

Am Abend treibt es uns auf das 73. Festa dell’ uva del vino Bardolino Classico D.O.C., eins der drei jährlichen Weinfeste in Bardolino. Leider müssen wir noch heimfahren und so können wir den alkoholischen Vorsprung, den die Besucher haben, nicht mehr einholen. Wir schlendern über die Piazza und lauschen den musikalischen Klängen der Cofraternita und der Stadtkapelle.
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Der nächste Morgen küsst uns mit Sonnenschein. Von unserem Balkon blicken wir auf den Gardasee, der noch im Dunst des Nebels liegt. Nach zwei wohlschmeckenden Cappuccini  und reichhaltigem Frühstück fahren wir die Monte-Baldo-Tour über Costermano, Caprino Veronese weiter nach Spiazzi. Weiter über das malerische Bergdorf Ferrara di Monte Baldo nach Bocca die Navene, von wo wir einen imposanten Ausblick auf den nördlichen Gardasee haben. Ãœber den 1677 m hohen Passo Can 13aletta führen uns viele Serpentinen nach Mori und weiter nach Riva del Garda. Durch den neuen Tunnel am Westufer des Sees musste anscheinend die landschaftlich schöne Strecke an den Ledro-See „sterben“, jedenfalls verhindern strassenbauliche Maßnahmen das Abbiegen an der gewohnten Stelle. Nachdem wir einen Bauarbeiter interviewt haben, verweist er uns auf den Tunnel, den man erreicht, indem man in Riva in Richtung Tenno fährt und dann links abbiegt. Nach wenigen Kilometern erreichen wir Molina am Ledrosee, von wo wir durch das Val d’ Ampola den Lago d’ Idro erreichen. Eine anspruchsvolle Strecke führt uns durch das Capovalle und weiter entlang des Valvestino-Stausees. Eine einzigartige Kurvenorgie (so viele Tornanti sind wir das ganze Jahr nicht gefahren) bringt uns durch das Valle Toscolano nach Navazzo, und letztlich nach Gargnano zurück an den Gardasee. In Maderno setzen wir mit der Fähre für 5,50 Euro pro Bike über nach Torri d. Benaco, von wo es nur noch wenige Kilometer zu unserem Hotel sind. Knapp 200 Kilometer lang war unsere Monte-Baldo-Tour mit der anschließenden Seen-Tour. Am Abend schlendern wir über die Hafenpromenade in Garda, die angenehm leer ist. Auch in den Gassen der Altstadt werden wir von Touristenströmen verschont.   26 

 
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Der nächste Tag führt uns nach Madonna della Corona, den höchstgelegenen Wallfahrtsort Italiens (774 m). Den Talort Brentino (187 m) im Etschtal erreichen wir per Auto. Von Parkplatz aus gehen wir über den Pilgerweg über einen treppenartig angelegten Bergsteig 1 ¾ Stunden durch das Valle delle Pisotte, eine wilde Felslandschaft, weiter über eine gemauerte und gesicherte Steiganlage über zahlreiche Stufen hinauf zum eng an den Felsen geschmiegten Wallfahrtsort Madonna della Corona. Die Kirche, zum grossen Teil aus dem 16.Jh. mit Fassade aus dem Jahr 1899 und mit dem 1978 erneuerten Glockenturm, strahlt still und freundlich aus einer Lichtung des Felsens.

 

Zu guter Letzt besichtigen wir noch Verona, das Tor Italiens. „Verona, die uralte, weltberühmte Stadt, gelegen auf beiden Seiten der Etsch, war immer gleichsam die erste Station für die germanischen Wandervölker, die ihre kaltnordischen Wälder verließen und über die Alpen stiegen, um sich im güldenen Sonnenschein des lieblichen Italiens zu erlustigen.“ (Heinrich Heine, 1828, Italienreise). 

Hier von den vielen Eindrücken Veronas zu berichten, würde den Rahmen sprengen. Nur so viel sei erwähnt: Im Rahmen der Ausstellung 1000 Jahre Glauben besuchen wir den Duomo Santa Maria Matricolare, die Kirche St. Anastasia und die St. Fremo Kirche, allesamt wunderbare Bauwerke.  

Hier noch ein paar Bilder einer wirklich interessanten Stadt:   

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Leider vergingen die Tage am Gardasee viel zu schnell und wir mussten wieder zurück nach Hause. Zumal auch Petrus ein Mittelmeertief schickte, um unseren Abschied leichter zu gestalten. Aber es trennen uns ja „nur“ 180 Kilometer von Italien. Und das Wetter wird sich auch wieder bessern…….